Pflanzen & Anbau

Sorten
Titania (mittelfrüh, weitgehend mehltauresistent), Ceres (sehr früh, wenig mehltauanfällig), Leandra (mittelspät, mehltauresistent), Tifon (mittelfrüh, wenig mehltauanfällig), Boskoop Giant (früh), Rosenthals Langtraubige (früh), Ben Lomond (mittelfrüh, wenig mehltauanfällig), Ben Tirran (spät), Ben Alder (spät, wenig mehltauanfällig), Ben Connan (früh, wenig mehltauanfällig), Roodknop (mittelfrüh), Ben Tron (mittelfrüh, wenig mehltauanfällig), Lissil, Amos Black, Brödtorp, Baldwin, Lowe’s Auslese, Rosenthal’s Schwarze, Silvergieter’s Schwarze, Ometa, etc.

Anbaugebiete

  • in der EU vor allem Polen, mit Abstand Deutschland, Holland, Frankreich
  • in Deutschland vor allem Niedersachsen und Baden-Württemberg
  • Russland, Mittelasien
  • In den USA seit 1911 Anbau wegen Mehltaugefahr verboten, erst seit einigen Jahren wieder in einigen Staaten (z.B. New York, Michigan, Pennsylvania, Ohio) erlaubt.

Anbau
Standort:

Vorzugsweise an sonnigen bis halbschattigen Standorten, wegen Frostempfindlichkeit vorzugsweise Nord- oder Ostlage; nicht zu windig.

Boden:
Der Boden sollte nährstoffreich und wasserdurchlässig sein (feucht, aber keine Staunässe), daher 2-3 Wochen vor dem Planzen Kompost aufbringen. Nicht zu saurer Boden, pH-Wert vorzugsweise 5,5-6,5 (nach anderen Quellen pH7).

Vermehrung:
Schnitt von Steckhölzern von ca. 25 cm Länge im Herbst (ca. im Oktober, unterer Schnitt kurz unter einer Knospe, oberer Schitt kurz über einer Knospe), Pflanzung in Abständen von 5-10 cm zum Bewurzeln (so, dass 1-2 Knospen herausschauen) und im darauffolgenden Herbst Umpflanzung an den geplanten Standort. Auch die Bewurzelung von sog. Großsteckhölzern ist möglich, d.h. die abgeschnitten Triebe werden nicht in 25cm lange Stücke geteilt, sondern entlaubt und ungekürzt zur Bewurzelung in den Boden gepflanzt.

schwarze Johannisbeere Steckhölzer

Steckhölzer

Steckhölzer 2

Pflanzung:
Im Frühling oder Herbst, vorzugsweise im Herbst (ca. Mitte Oktober). Planzen aus der Baumschule sollten bei Erziehung als Busch ca. 10 cm tiefer gesetzt werden, um die Bildung von neuen Trieben zu fördern. Abstand ca. 1,50 m, bei landwirtschaftlichem Anbau auch breitere Reihenabstände (z.B. 3,50 m) bei kürzeren Abständen in der Reihe (z.B. 70 cm). 

Der Anbau im Spalier ist möglich. Dabei werden die Pflanzen in gleicher Höhe wie in der Baumschule gepflanzt, da die Bildung von Bodentrieben nicht erwünscht ist. Die Erziehung erfolgt mit 1-3 Leittrieben. Pflanzabstand ist 75cm-1,00m in der Reihe bei ca. 2,00m Reihenabstand.

Schnitt:
Im Gegensatz zu roten Johannisbeeren tragen bei schwarzen Johannisbeeren nur die jungen, ein Jahr alten Triebe. Alte Triebe sollten daher regelmäßig zurückgeschnitten werden. Bei Erziehung als Busch 5-8 Leittriebe belassen, die im Rythmus von 3-5 Jahren regelmäßig schrittweise abgeschnitten und durch neue Triebe aus dem Buschinneren ersetzt werden. Bei industriellem Anbau wird teilweise der Busch nach 5 Jahren komplett abgeschnitten, um neues, junges Fruchtholz zu erhalten, aber die Kosten für eine Neupflanzung zu sparen.

Pflege:
Regelmäßiges Mulchen empfehlenswert. Insbesondere während der Hauptwachstumszeit der Beeren kurz nach der Blüte sowie in Trockenperioden für ausreichend Bewässerung sorgen.

Sonstiges:
Durchschnittsertrag pro Hektar je nach Sorte, Anbaugebiet und sonstigen Bedingungen ca. 5-10t/ha, bei guten Ernten auch deutlich darüber, insbesondere bei Spalieranbau.

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